"«Де я є, там Німеччина». — Томас Манн.
Die Ausstellung „Berlin. Neue Erde“ erforscht die innere Geografie der Umansiedlung nach 2022.
Der Phänomen „Herausforderung der Neuen Erde“ ist nicht einfach nur ein Umzug in einen anderen geografischen Raum. Es bedeutet vielmehr die Begegnung der Psyche, der Erinnerung und der Kultur mit einem Ort, der noch nicht dazu gekommen ist, „zu eigen“ zu werden. Die neue Erde stellt Fragen an das Leben im Alltag: Wie lebt man, wenn vertraute Orientierungspunkte zerfallen? Wie baut man Rhythmen neu auf – Zeit, Wege, Sprache? Und wie bewahrt man die innere Geschlossenheit, während man sich zugleich erlaubt, sich zu verändern.
Drei Künstler – Artem Volokitin, Anna Moskalez, Tanya Vassilenko – sind diesem Phänomen in Berlin begegnet und haben ihren persönlichen Erfahrungshorizont in eine Bildsprache übersetzt. Die Werke, die auf der Ausstellung präsentiert werden, geben keine fertigen Antworten: Sie zeigen den Prozess – wie sich eine neue Perspektive herausbildet, wie Erinnerung zum Material wird und wie kulturelle Codes ihren eigenen Rhythmus und Klang finden. In den Arbeiten ist das Spannungsfeld der Anpassung spürbar, zugleich jedoch die allmähliche Entstehung innerer Haltpunkte: vom Gefühl des Fremdseins hin zu einem schrittweisen Verwurzeln.
Феномен «виклику нової землі» — це не просто переїзд в інший географічний простір. Це, радше, зіткнення психіки, пам’яті та культури з місцем, яке ще не встигло стати «своїм». Нова земля ставить запитання про життя в щоденності: як живеш, коли звичні орієнтири розпадаються? Як заново вибудовувати ритми — час, маршрути, мову? І як зберегти внутрішню цілісність, водночас дозволяючи собі змінюватися.
Три митці — Artem Volokitin, Anna Moskalez, Tanya Vassilenko — зіткнулися з цим феноменом у Берліні й, як художники, перетворили власний досвід на мову образів. Їхні роботи, представлені на виставці, не пропонують готових відповідей: вони показують процес — як народжується нова оптика, як пам’ять перетворюється на матеріал, а культурні коди знаходять інший ритм і звучання. У творах відчутні напруження адаптації та одночасна поява внутрішньої опори: від відчуття чужості — до поступового укорінення.
Nostalgie—für die Straßen der Heimat, vertraute Viertel und bekannte Rhythmen, die in der Erinnerung lebendig bleiben. Ein bedeutender Schwerpunkt ist die Dankbarkeit für die Unterstützung aus Deutschland, die in einer historischen Zäsur geholfen hat, kulturellen Raum zu bewahren und neu zu öffnen. Das Projekt wird außerdem von einem Licht der Hoffnung getragen: Kunst als gelebte Praxis des Alltags—weiterzumachen, zu teilen und zu erschaffen. Vor allem vermittelt die Ausstellung Liebe zu Berlin: ukrainische künstlerische Stimmen, die in Deutschland entstanden sind, werden Teil der Gegenwart und Zukunft der Stadt.
